Rumäniens Bio Landwirtschaft wächst

03.03.2009

Die Zahl der Bio-Landwirtschaftsbetriebe in Rumänien ist im vergangenen Jahr auf 4000 gestiegen und damit um ca. 15% gewachsen. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Bukarest hat sich damit die ökologisch bewirtschaftete Fläche gegenüber 2007 um 15 Prozent auf 220.000 Hektar vergrößert. Damit dienen rund 1,5 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Rumäniens aktuell dem Bioanbau, schreibt die Webseite proplanta.de. Sollte sich der Trend fortsetzen, könnte bis 2013 ein Anteil von etwa fünf Prozent erreicht werden. Nach Ansicht des Vereins der Biolandwirte Rumäniens, dem die meisten dieser Betriebe angeschlossen sind, könnte dieser Anteil noch höher sein, wenn die Biobetriebe die gängige EU-Förderung erhalten würden. Während ein griechischer Landwirt in der Umstellungsphase auf biologischen Anbau 600 Euro je Hektar erhält, bekommt sein rumänischer Kollege lediglich 426 Euro. Begrenzt bleibt in Rumänien die Weiterverarbeitung der Bioprodukte. Fast die Hälfte der Gesamtproduktion von 260.000 Tonnen wird exportiert, vor allem nach Deutschland, Frankreich, Italien und Griechenland. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Getreide, Ölsaaten, Milcherzeugnisse, Waldfrüchte und Honig mit einem Gesamtwert von etwa 100 Millionen Euro. Nach Rumänien eingeführt werden als Bioprodukte Rohrzucker, Kaffee, Schokolade und Fruchtsäfte. 2007 erreichte das Importvolumen einen Wert von drei Millionen Euro. Seit Januar 2009 gilt auch in Rumänien das europäische Siegel für Bioprodukte, wobei das bisherige Zeichen weiter benutzt werden darf. Der Verbrauch von Bioprodukten innerhalb Rumäniens liegt mit einem Prozent des gesamten Nahrungsmittelverbrauchs deutlich unter dem Anteil in den übrigen EU-Ländern von drei bis fünf Prozent. Ein Grund sind die hohen Verbraucherpreise, die mindestens 30 Prozent über denen in Westeuropa liegen, bei Importprodukten noch ein Vielfaches höher. Während einzelne Produzenten regional bereits eine beachtliche Produktpalette anbieten, ist die Auswahl landesweit noch eher bescheiden.
Quelle: ADZ,RO

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