Getreidepreise geraten stark unter Druck

30.07.2009

Mit fortschreitender Getreideernte geraten die Preise zunehmend unter Druck. Die Aussichten auf mengenmäßig und überwiegend auch qualitativ gute Ernten in Bayern und Württemberg bestimmen das aktuelle Geschehen. Die Wintergerstenernte nähert sich auch in den späteren Regionen ihrem Ende. Den Erzeugern werden mittlerweile nur noch 75 bis 80 €/t netto frei Erfasser geboten. Ab Station haben sich Kurse um 90 bis 95 €/t eingependelt. Nur wenig besser sind die Erlöse für Triticale. Die Käufer halten sich in Erwartung weiter fallender Preise mit Engagements zurück. Dämpfend wirkt auch die geringe Nachfrage nach Mischfutter. Der Braugerstenmarkt leidet zunehmend unter den geringen Malzabrufen der Brauereien. Die Landwirte in Bayern und Württemberg erhalten ex Ernte um 100 €/t. Ab Station liegen die Notierungen für Qualitätsbraugerste zwischen 110 und 115 €/t. Deutlich unter Druck stehen auch die Preise für Brotroggen, für den die bayerischen Landwirte ex Ernte zwischen 75 und 85 €/t netto erhalten. Die Notierungen ab Station liegen für Partien mit Fallzahl 120 Sek. um 110 bis 115 €/t. Die Weizenernte hat erst begonnen, doch zeichnen sich bereits gute Erträge ab. Allerdings liegen die Eiweißwerte im Schnitt wohl etwas niedriger. Den Landwirten wird für Brotweizen mit 12 Prozent Protein 95 bis 105 €/t frei Erfasser geboten. Die Notierungen ab Station liegen um 110 bis 115 €/t. Bei Qualitätsweizen mit 13 Prozent Protein sollen die süddeutschen Erzeuger um 105 bis 115 €/t netto erhalten. Trotz der vergleichsweise niedrigen Erzeugerpreise erwarten süddeutsche Agrarhändler eine reichliche Anlieferung der Landwirte. Offensichtlich sehen die Erzeuger auch für die kommenden Monate keine grundlegende Marktentspannung.
Quelle: agrarzeitung

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