Weizenernte in Bayern erreicht ihren Höhepunkt
Die Weizenernte erreicht in Bayern zum Wochenende ihren Höhepunkt. Vor allem das freundliche Wetter der jüngsten Zeit hat die Abreife erheblich begünstigt. Trotz vergleichsweise niedriger Erzeugerpreise führen die hohen Erträge zu umfangreichen Anlieferungen an den Erfassungshandel. Andererseits lagern viele Landwirte in der Hoffnung auf steigende Notierungen ihren Weizen zunächst ein. Aktuell werden den Landwirten für B-Weizen gut 100 €/t netto, ex Ernte geboten. Als Mühleneinstandspreise werden aktuell 107 bis 113 €/t franko genannt. Die Preisfindung beim Aufmischweizen ist nicht abgeschlossen.
Über die Weizenqualitäten lassen sich noch keine eindeutigen Aussagen treffen. Die ersten Ergebnisse in Süddeutschland bestätigen niedrigere Proteinwerte. Dabei sind die Verhältnisse in den fränkischen Landteilen meist besser als südlich der Donau. Besonders in Teilen Niederbayerns soll der Proteinverlust zwischen 10 bis 30 Prozent zum Vorjahr liegen. Insgesamt streuen die Proteingehalte im Freistaat zwischen 11 und 15 Prozent recht deutlich.
Aus Sicht des Bayerischen Müllerbundes spielt dabei vor allem die unterschiedliche Düngebereitschaft der Landwirte auf Grund hoher Düngemittelpreise im vergangenen Wirtschaftsjahr eine wesentliche Rolle. Deshalb werden vermutlich die späteren Partien ebenfalls stark variierende Qualitäten haben. Auch bei den Naturalgewichten ist das Spektrum breit. Fusarienbefall ist kein erwähnenswertes Thema.
Quelle: agrarzeitung
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