Keine Hoffnung auf bessere Getreidepreise
Die Preisaussichten für Futtergetreide, Brotroggen und Braugerste für die kommenden Wochen und Monate sind gedrückt. Wer verkaufen wolle oder müsse, soll es lieber heute als morgen machen. Dies empfahl Bruno Fehse, Präsident des Bundesverbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA) heute auf der Jahrestagung des Verbandes in Bremen. Wer allerdings Ware in der Ernte 2009 in eigenen Lägern oder beim Handel eingelagert habe, dem empfehle er zu warten. Bei Brotweizen und Qualitätsweizen wären die Aussichten etwas besser, doch es gebe keine Garantie für einen Lagernutzen. Steigende Preise sollten zu Teilverkäufen genutzt werden. Auf Grund der 1 bis 1,5 Prozent niedrigen Proteingehalte der deutschen Weizenernte rechne er für A- und E-Weizen mit deutlichen Prämien und guten Exportchancen für proteinstarken Weizen. Bei Gerste erwarte er dagegen in der EU größere Andienungen an die Intervention, allein in Deutschland rund 1 Mio. t. Bei Roggen müsste ein Überschuss von fast 1 Mio. t vermarktet werden und lasse keine Preisentwicklung nach oben erwarten.
Auch am Rapsmarkt gibt es nach Einschätzung von Bernd Kleeschulte, Vorsitzender des BVA-Ölsaatenausschusses, wenig Grund zur Euphorie. Die Preise an der Matif werden nach seiner Einschätzung in einer Bandbreite zwischen 260 und 280 €/t pendeln. Bei 280 €/t gebe es einen großen Widerstand. Wenn die Kurse mehrmals hintereinander zurückgingen, würden Käufe der Biodieselhersteller die Kurse wieder etwas stabilisieren. Er erwarte eine Seitwärtsbewegung der Rapspreise mit heftigeren Ausschlägen durch Stimmungsschwankungen an den Finanzmärkten.
Quelle: agrarzeitung
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