GMO Verunreinigung in Leinsaat bestätigt

14.09.2009

Leinsamenskandal: Gentechnik ist nicht beherrschbar BÖLW fordert den Anbaustopp.  „Die aktuellen Gentechnik-Funde in Leinsamen belegen ein weiteres Mal, dass Agro-Gentechnik eine nicht beherrschbare Technologie ist“, kommentierte Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), die Meldung Baden-Württembergischer Behörden, nach der ein Großteil von Proben konventioneller Leinsamen mit nicht zugelassenen genveränderten Konstrukten kontaminiert ist. „Der genveränderte Leinsamen, der in Kanada seine Zulassung bereits vor Jahren verloren hat und angeblich nie kommerziell angebaut wurde, zeigt in aller Deutlichkeit, worauf wir immer warnend hingewiesen haben: gentechnisch veränderte Pflanzen, die lebend und vermehrungsfähig in der freien Natur angebaut werden, sind weder eingrenzbar noch rückholbar“, unterstrich der BÖLW Vorsitzende Felix Prinz zu Löwenstein. Wie schon 2006 bei einem ähnlich gelagerten Reis-Skandal sei auch hier zu befürchten, dass die Lebensmittelwirtschaft auf den Schäden sitzen bleiben wird. „Wir fordern von der Bundesregierung – und zwar auch von der künftigen – ein definitives Aussetzen jeglichen Gentechnik-Anbaus in Deutschland“, so Löwenstein. „Ebenso ist es unerlässlich im Saatgut die Nulltoleranz gegenüber nicht zugelassenen genveränderten Konstrukten zu verteidigen, um solch ungewolltes Verbreiten einzudämmen.“ In allen bislang beprobten Chargen von Bio-Leinsamen sind keine GVO-Verunreinigungen nachgewiesen worden. Da Bio-Anbau nicht unter der Glasglocke stattfindet, sind diese Art von Verunreinigungen trotz strengster Qualitätssicherungsmaßnahmen aber nicht grundsätzlich auszuschließen.
Quelle: AGRO PRESS

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