Reiche Länder sichern sich Ackerland
Libyen plant, 100.000 Hektar Ackerland in der Ukraine zu pachten, um dort Weizen anzubauen,
der dann nach Libyen verschifft werden soll. Die Ukraine soll im Gegenzug Zugang zu Libyens
Ölvorräten erhalten und so im Energiesektor unabhängig von Russland werden. Nach Angaben
der US-amerikanischen Tageszeitung Chicago Tribune haben die hohen Agrarpreise des
vergangenen Jahres die reichen Länder veranlasst, Flächen in den Entwicklungsländern zu
erwerben. So hat etwa Südkorea mit Madagaskar einen 99 Jahre währenden Pachtvertrag über
1,3 Millionen Hektar für den Mais- und Palmölanbau unterzeichnet. China hat Flächen auf den
Philippinen, in Laos, Kasachstan, Myanmar, Kamerun und Uganda gepachtet oder gekauft. Die
Volksrepublik bewirtschaftet bereits eine Fläche von über 40.000 Hektar in Australien. Staaten
aus dem Mittleren Osten wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Bahrain
haben sich bereits Millionen Hektar in Indonesien, Pakistan, Sudan und Ägypten gesichert.
(Farm Chemicals International, 15. Dezember 2008)
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